Geoinformatik
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Mira Küster
- Geboren 1980
- 1999
Abitur in Mathematik, Biologie, Erdkunde, Deutsch - 1999 – 2003
Studium der Geoinformatik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster - 2003
Diplomarbeit beim Landesbetrieb Straßenbau NRW, Thema: »Konzeption und prototypische Realisierung eines Liegenschaftsinformationssystems im Landesbetrieb Straßenbau NRW« - 2003 – 2004
Praktikum als Softwareentwicklerin im Bereich Open Source:- Web Anwendungen planen und erstellen, die z.B. Karten im Internet verfügbar machen
- in unterschiedlichen Sprachen wie Java, JSP, JavaScript, HTML programmieren
- Seit 03 / 2004
Consultant im Geschäftsfeld Geo.Solutions bei einem Softwareunternehmen im Bereich Navigation und Telematik
Tätigkeiten
- die Firma repräsentieren
- Spezifikationen entwickeln
- Kundenanfragen bearbeiten
- Angebote erstellen
- Projekte leiten
Geoinformatik ist eine angewandte Wissenschaft. Sie vereint Mathematik und Informatik mit einer Reihe von Disziplinen, von denen viele unter dem Namen Geowissenschaften zusammengefasst werden. Darunter fallen zum Beispiel Wirtschafts- und Sozialgeografie ebenso wie Landschaftsökologie, Physische Geografie, Geologie, Meteorologie und Umweltschutz.
Indem sie Informationen über den Raum und Methoden zu ihrer Verarbeitung zur Verfügung stellt, hilft die Geoinformatik bei der Lösung von Problemen in den verschiedenen Disziplinen.
- Wo soll ein neues Gewerbegebiet entstehen?
- Woher kommen Schadstoffe im Grundwasser? Wie breitet sich die Krankheit SARS aus?
- Wo ist das Versicherungsrisiko für Unwetterschäden besonders hoch?
Die Problemstellungen zeigen, dass Geoinformatik nicht nur für die Geowissenschaften von Bedeutung ist. Auch im Alltag sind zunehmend Produkte der Geoinformatik anzutreffen: Routenplaner im Internet, Navigationshilfen und Touristiktipps über das Handy sind Beispiele dafür.
Ausbildung
Entsprechend vielseitig gestaltet sich die Ausbildung. Neben Grundlagen aus Mathematik und Informatik werden spezielle geoinformatische Kenntnisse vermittelt: wie Geodaten modelliert, erfasst, analysiert, integriert, dargestellt, verwaltet und verbreitet werden, wobei die Orientierung an Fähigkeiten und Bedürfnissen der Nutzer/innen eine wesentliche Rolle spielt. Nicht nur das Erlernen von Theorie und Methodik, sondern auch der praktische Umgang mit Werkzeugen wie beispielsweise GPS-Geräten, Bildverarbeitungssoftware, Programmiersprachen und Internet ist wichtig.
Die geowissenschaftliche Ausbildung stellt den Bezug zur fachlichen Anwendung der geoinformatischen Kenntnisse her.
Interesse an Informatik sowie an raum- und umweltbezogenen Fragestellungen, Freude an Technik, Neugier, Dingen auf den Grund zu gehen und die Fähigkeit zur Problemlösung in Teams, die auch interdisziplinär und international arbeiten, sind gute Grundlagen für ein erfolgreiches Studium.
Tätigkeitsfelder
Die Berufsfelder spiegeln die Vielseitigkeit des Studiums wider. Sie umfassen die gesamte Palette von der Erforschung, Entwicklung und Anwendung moderner Geoinformationstechnologien bis hin zur Weitervermittlung des Wissens. Karrierechancen für GeoinformatikerInnen bieten z.B. die Bereiche
- Planung (Stadt, Regional-, Landschafts- und Bauleitplanung),
- Liegenschafts- und Immobilienverwaltung,
- Umweltüberwachung und –schutz,
- Standortanalyse und –planung,
- Marktanalyse und Geomarketing,
- Planung und Betrieb von Ver- und Entsorgungs- sowie Telekommunikationsanlagen,
- Koordinierung von Transport, Logistik und Verkehr,
- Navigation und Routing sowie
- Risikobewertung bei Banken und Versicherungen.
Außer in privatwirtschaftlichen Unternehmen und behördlichen Institutionen können GeoinformatikerInnen in Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen arbeiten.
Wichtige Forschungsfelder sind derzeit Navigationssysteme, standortbezogene Informationen, Raumkognition, 3D-Visualisierung und virtuelle Realität, Simulationen, Bedeutung und Beschreibung von Geodaten, Internetanwendungen (Web Services) sowie die Kopplung verschiedener Systeme über standardisierte Schnittstellen (Geodaten-Infrastrukturen und Geoinformationsdienste).
Entwicklung
Die Geoinformatik ist ein junges Fach, das aus dem Bedarf an entscheidungsunterstützenden Geoinformationen in Wirtschaft und Verwaltung entstanden ist. Die Zahl zu lösender Probleme nimmt zu, und die Einzelprobleme verschärfen sich – man denke zum Beispiel an Ressourcenverteilung oder Umweltbelastungen. Dadurch werden immer detailliertere, aktuellere, über größere Räume integrierte und besser nutzbare Informationen benötigt. Das fördert Geoinformation als Wirtschaftsgut und stärkt die Geoinformatikbranche. Wer Geoinformatik studiert, erhält also eine Ausbildung mit Zukunft.

